Wie wird Altersvorsorge ausgezahlt? | Aktuelle Hinweise 2025
Wie wird Altersvorsorge ausgezahlt? – Das Wichtigste auf einen Blick:
- Die Auszahlung erfolgt meist als lebenslange Rente.
- Kapitalauszahlung ist bei manchen Verträgen möglich.
- Wie hoch sind die monatlichen Rentenzahlungen?
- Was passiert bei vorzeitigem Rentenbeginn?
- Steuern auf Rentenzahlungen müssen beachtet werden.
- Private und gesetzliche Altersvorsorge unterscheiden sich im Auszahlungsmodus.

Wie wird Altersvorsorge ausgezahlt? Ein Überblick zu Formen und Modalitäten
Die Auszahlung der Altersvorsorge ist ein entscheidender Schritt, wenn Sie in den Ruhestand wechseln. Je nachdem, welchen Tarif oder welche Sparform Sie gewählt haben, unterscheiden sich die Auszahlungsarten erheblich. Die Vielfalt reicht von lebenslangen Rentenzahlungen über Einmalzahlungen bis hin zu kombinierten Lösungen. Dabei spielen auch steuerliche Aspekte und Flexibilität eine große Rolle. In diesem Artikel erfahren Sie, wie verschiedene Versicherungsgesellschaften und Banken die Auszahlungen handhaben und welche Besonderheiten es bei den häufig genutzten Produkten in Deutschland gibt.
Wie funktioniert die Auszahlung bei der Riester-Rente?
Die Riester-Rente ist eine staatlich geförderte Form der Altersvorsorge, die vor allem in Deutschland weit verbreitet ist. Die Auszahlung kann hier in der Regel in Form einer monatlichen Rente stattfinden, die mindestens 60 Monate gezahlt werden muss. Eine Besonderheit der Riester-Rente ist, dass ein Teil der angesparten Summe – bis zu 30 Prozent – auch als einmalige Kapitalauszahlung zu Rentenbeginn möglich ist.
Zum Beispiel bietet die Volkswohl Bund Riester-Rente verschiedene Tarife an, bei denen die Auszahlung variabel gestaltet werden kann. Die Kunden können häufig entscheiden, ob sie zu Rentenbeginn mehr Kapital als Einmalzahlung wünschen oder lieber eine regelmäßige Rentenzahlung bevorzugen. Die monatlichen Rentenzahlungen basieren bei solchen Produkten auf einem garantierten Rentenfaktor, der im Vertrag festgelegt ist.
Welche Auszahlungsformen gibt es bei der privaten Rentenversicherung?
Private Rentenversicherungen wie die von Allianz oder Generali bieten bei der Auszahlung mehrere Varianten an. Die häufigste Form ist die lebenslange Rentenzahlung, die ebenso als aufgeschobene Rente starten kann. Alternativ ist auch eine Kapitalauszahlung möglich, oft allerdings verbunden mit steigendem steuerlichen Aufwand.
Eine weitere Form ist die Rentenabfindung, bei der der Versicherte anstelle der monatlichen Rentenzahlungen eine Einmalzahlung erhält. Besonders bei den Tarifen der R+V Versicherung findet man Angebote, bei denen ein Teil der Altersvorsorge als Einmalzahlung entnommen wird, während der Rest als monatliche Rente ausgezahlt wird.
Im Folgenden eine Übersicht der Auszahlungsmöglichkeiten privater Rentenversicherungen bei bekannten Anbietern:
| Versicherung | Lebenslange Rente | Kapitalauszahlung | Kombinierte Auszahlung |
|---|---|---|---|
| Allianz | Ja, mit garantiertem Rentenfaktor | Ja, optional bei Rentenbeginn | Teilweise möglich |
| Generali | Ja, lebenslang | Ja, in ausgewählten Tarifen | Ja |
| R+V Versicherung | Ja, mit Garantierente | Ja, je nach Vertrag | Ja, flexibel gestaffelt |
Wie zahlt die gesetzliche Rentenversicherung aus?
Die gesetzliche Rentenversicherung ist die Basisabsicherung für den Ruhestand in Deutschland. Die Auszahlung erfolgt ausschließlich als lebenslange monatliche Rente, deren Höhe sich aus den eingezahlten Beiträgen und den Rentenpunkten während des Erwerbslebens ergibt. Eine Möglichkeit zur Kapitalauszahlung gibt es hier nicht.
Der genaue Rentenbeginn kann flexibel gehandhabt werden: Der reguläre Rentenbeginn liegt meist bei 65 Jahren oder höher, je nach Geburtsjahr. Frühere Rentenbezüge sind mit Abschlägen möglich, spätere mit Zuschlägen. Die Rentenzahlung erfolgt regelmäßig über das Jahr verteilt, was für eine verlässliche Planbarkeit sorgt.
Welche Bedeutung hat die steuerliche Behandlung bei der Auszahlung?
Die steuerliche Behandlung der Auszahlung unterscheidet sich erheblich je nach Form der Altersvorsorge. Beispielsweise wird die gesetzliche Rente als reguläres Einkommen versteuert, wobei der steuerpflichtige Anteil je nach Renteneintrittsjahr variieren kann. Bei der Riester-Rente sind die späteren Rentenzahlungen voll zu versteuern, während die ursprünglichen Einzahlungen staatlich gefördert und daher steuerlich begünstigt sind.
Bei privaten Rentenversicherungen wird häufig eine Besteuerung im Rahmen der sogenannten Ertragsanteilbesteuerung angewandt. Das bedeutet, dass nur ein Teil der Rentenzahlung tatsächlich steuerpflichtig ist. Für Kapitalauszahlungen gelten gesonderte steuerliche Regeln, die je nach Art des Vertrags differieren.
Die steuerlichen Unterschiede beeinflussen die Wahl der Auszahlungsform sowie die Planung des Ruhestands erheblich. Deshalb ist es hilfreich, die steuerrechtlichen Aspekte frühzeitig in Betracht zu ziehen.
- Welche Auszahlungsmethoden sind bei meiner Altersvorsorge möglich?
- Wie beeinflusst die Form der Auszahlung die steuerliche Belastung?
- Kann ich bei meiner Rentenversicherung eine Teilkapitalauszahlung wählen?
- Wie werden Rentenzahlungen bei vorzeitigem Renteneintritt geregelt?
- Welche Unterschiede gibt es bei der Auszahlung zwischen gesetzlichen und privaten Renten?
Diese Fragen sind oft entscheidend für eine individuelle Rentenplanung. Die Antworten hängen stark von den gewählten Produkten und persönlichen Umständen ab. Ein Experte für Altersvorsorge kann Ihnen dabei helfen, die passende Auszahlungsform zu finden und auf Wunsch Angebote verschiedener Versicherer zu vergleichen. Nutzen Sie dazu gern unser Angebotsformular, um gezielt individuelle Beratung zu erhalten.
Wie wird Altersvorsorge ausgezahlt? – Tipps
Beim Thema „Wie wird Altersvorsorge ausgezahlt?“ gibt es einige spannende Details, die Sie kennen sollten, um optimal von Ihrer Vorsorge zu profitieren. Die Art der Auszahlung hängt stark davon ab, welche Vorsorgeform Sie gewählt haben – gesetzliche Rente, Riester-Rente, betriebliche Altersvorsorge oder private Rentenversicherung.Bei der gesetzlichen Rentenversicherung erfolgt die Auszahlung als lebenslange monatliche Rente. Das sorgt für eine sichere und planbare Einkommensquelle im Alter. Einmalzahlungen sind hier nicht möglich, das heißt: Sie erhalten Ihr Geld so lange, wie Sie leben. Ein Vorteil, wenn Sie eine Dauerabsicherung schätzen.
Riester-Rente funktioniert meist ebenfalls über eine monatliche Rentenzahlung. Bei einigen Varianten können Sie zu Beginn bis zu 30 % des angesparten Kapitals als Einmalbetrag auszahlen lassen. Das verschafft Ihnen finanziellen Spielraum, wenn Sie zum Beispiel Renovierungen oder Anschaffungen planen.
Auch die betriebliche Altersvorsorge zahlt in der Regel eine lebenslange monatliche Rente aus. Alternativ sind unter bestimmten Voraussetzungen Einmalzahlungen möglich. Oft stehen Ihnen hier mehrere Auszahlungsmöglichkeiten zur Auswahl, je nach Vertrag:
- monatliche Rente
- Einmalzahlung
- Kombination aus beidem
Private Rentenversicherungen sind besonders flexibel. Sie können sich das Kapital ganz oder teilweise als Einmalbetrag auszahlen lassen oder lebenslange Rentenzahlung wählen. Dabei ist die Steuerlast je nach Auszahlungsart unterschiedlich – ein Punkt, den Sie unbedingt beachten sollten.
Achten Sie auf den Faktor Steuern: Auszahlungen aus der privaten Altersvorsorge sind häufig steuerpflichtig, aber je nachdem, ob Sie eine Einmalzahlung oder monatliche Rente wählen, kann die Steuerlast variieren. Das beeinflusst, wie viel am Ende netto bei Ihnen ankommt.
Noch ein Tipp: Manche Verträge erlauben eine flexible Auszahlungshäufigkeit. Wählen Sie selbst, ob Sie monatlich, vierteljährlich, halbjährlich oder jährlich ausgezahlt werden wollen. Das kann Ihre finanzielle Planung deutlich erleichtern.
Wer vorzeitig aus der Altersvorsorge Kapital entnehmen will, sollte genau prüfen, ob und wie das geht. Bei vielen Produkten drohen sonst erhebliche Verluste, Steuernachzahlungen oder Kürzungen der Rente.
Zusammengefasst: Die Auszahlung der Altersvorsorge ist kein Einheitsprozess, sondern immer abhängig vom jeweiligen Produkt und Vertrag. Informieren Sie sich genau, welche Variante am besten zu Ihren Lebensplänen passt und wie Sie Steuerzahlungen optimieren können. So stellen Sie sicher, dass Sie im Ruhestand finanziell gut aufgestellt sind.
FAQ zur Auszahlung der Altersvorsorge: Ihre wichtigsten Fragen beantwortet
Wie erfolgt die Auszahlung meiner privaten Altersvorsorge?
Die Auszahlung Ihrer privaten Altersvorsorge hängt davon ab, welche Art von Vertrag Sie abgeschlossen haben. Bei einer klassischen privaten Rentenversicherung, wie sie beispielsweise die Allianz oder die ERGO anbieten, können Sie meist zwischen einer einmaligen Kapitalauszahlung oder einer lebenslangen Rentenzahlung wählen. Die lebenslange Rente sorgt dafür, dass Sie monatlich eine fixe Summe erhalten – ähnlich wie eine gesetzliche Rente. Alternativ ermöglichen manche Tarife auch eine Kombination aus beiden Varianten.
Ein aktuelles Beispiel: Die Debeka bietet eine fondsgebundene Rentenversicherung, bei der Sie bei Rentenbeginn entscheiden können, ob Sie das angesparte Kapital auf einen Schlag erhalten oder in regelmäßigen Raten ausgezahlt bekommen wollen. Vorteilhaft ist hier, dass bei der Rentenzahlung das Kapital weiter investiert bleibt und dadurch eine mögliche Wertsteigerung erfolgt.
Wichtig zu wissen: Sobald Sie ausgezahlt werden, läuft die Besteuerung der Entnahmen an. Diese gestaltet sich je nach Vertragsart unterschiedlich und wirkt sich auf Ihre Nettorente aus.
Welche Auszahlungsformen gibt es bei der betrieblichen Altersvorsorge?
Die betriebliche Altersvorsorge (bAV) lässt Ihnen normalerweise mehrere Gestaltungsmöglichkeiten bei der Auszahlung. Oft bietet der Arbeitgeber in Zusammenarbeit mit Versicherungsunternehmen wie der R+V Versicherung oder der Zurich Gruppe verschiedene Lösungen an.
Typische Auszahlungsmöglichkeiten sind:
- monatliche Rentenzahlung (lebenslang oder befristet)
- Einmalige Kapitalauszahlung
- Kombination aus Rente und Einmalzahlung
Beispielsweise können Sie bei der R+V Versicherung nach der Ansparphase wählen, ob Sie eine monatliche Rente beziehen möchten, die Ihre betriebliche Zusatzrente ersetzt – oder ob Sie das gesamte Kapital auf einen Schlag benötigen, zum Beispiel für eine größere Anschaffung oder zur Tilgung eines Kredits.
Beachten Sie: Die Auszahlung der bAV unterliegt in der Regel einer Steuer- und Sozialabgabenpflicht während der Rentenphase. Sie sollten daher Ihre Auszahlungsform auch danach auswählen, wie sie sich auf Ihre Steuerlast auswirkt.
Wie wird die gesetzliche Rentenauszahlung gestaltet und wann beginnt sie?
Die gesetzliche Rente ist die wohl bekannteste Form der Altersvorsorge in Deutschland. Ihre Auszahlung beginnt in der Regel ab dem gesetzlichen Renteneintrittsalter, das sich aktuell bei 67 Jahren für die meisten Jahrgänge bewegt. Falls Sie früher in Rente gehen, verringert sich der monatliche Betrag aufgrund von Abschlägen.
Die Rentenzahlung erfolgt monatlich und ist lebenslang garantiert. Die Deutsche Rentenversicherung überweist das Geld automatisch auf das von Ihnen angegebene Konto. Wer zum Beispiel 2024 im Alter von 67 Jahren in Rente geht, bekommt die Zahlung in der Regel am letzten Bankarbeitstag des Monats für diesen Monat.
Ein Beispiel: Wenn Sie bis zum Renteneintritt gesetzliche Beiträge eingezahlt haben, basiert Ihre monatliche Auszahlung auf Ihrem persönlichen Entgeltpunktkonto. Je mehr Sie einzahlen, desto höher fällt Ihre Rente aus.
Während der Auszahlung ist die gesetzliche Rente steuerpflichtig, wobei der steuerpflichtige Anteil im Laufe der Zeit steigt.
Was passiert mit meiner Altersvorsorge, wenn ich vorzeitig auszahle?
Vorzeitige Auszahlungen bei Altersvorsorgeprodukten sind oft mit Einschränkungen oder Nachteilen verbunden. Während es bei manchen Rentenversicherungen, etwa der Signal Iduna, die Möglichkeit gibt, bei dringendem Bedarf einen Teil des Kapitals vorzeitig zu entnehmen, sind solche Auszahlungen meist an Bedingungen gekoppelt und können die Rentenhöhe erheblich mindern.
Wenn Sie zum Beispiel bei der SIGNAL IDUNA fondsgebundene Rentenversicherung vor Rentenbeginn eine Kapitalauszahlung beanspruchen, reduzieren sich Ihre späteren Rentenzahlungen entsprechend. Außerdem können Steuern und gegebenenfalls ein Rückkaufswertabschlag anfallen.
Bei der gesetzlichen Rente oder der bAV ist eine vorzeitige Auszahlung meist nur in speziellen Fällen möglich, etwa bei dauerhafter Erwerbsminderung oder als kleine vorgezogene Teilrente.
Das Fazit: Überlegen Sie gut, ob vorzeitiges Kapital wirklich nötig ist. Einige Versicherer, wie die Debeka, bieten zudem flexible Auszahlungsbeginn-Lösungen an, mit denen Sie selbst bestimmen können, ab wann die Rente starten soll, sodass Sie eher auf vorzeitige Entnahmen verzichten können.